Private Internet Access (PIA) VPN 2019 Test : Noch immer die Nummer Eins

Das Urteil
Private Internet Access ist mit seiner schnellen Geschwindigkeit und Tausenden von Servern zu einem günstigen Preis noch immer der VPN-Service, den es zu schlagen gilt.
Die Vorteile:
  • Großartige Netzwerk-Performance
  • Große Auswahl an Verbindungslocations
  • Jede Menge Möglichkeiten zur individuellen Einstellung
  • Sehr günstig
Die Nachteile:
  • Es muss ein zufälliger Benutzername verwendet werden
  • Sitz in den U.S.A
  • Der Treiber muss ab und zu neu geladen werden

Ein VPN-Service verschlüsselt sämtliche Daten, die zwischen Ihnen und einem weiter entfernten Server gesendet werden, wobei die Daten für andere Personen vollkommen unsichtbar sind. Ein VPN-Schutz ist besonders dann essentiell, wenn Sie das WiFi eines Flughafens oder Cafés verwenden. Er ist allerdings auch nützlich, um ausländische Streaming-Services anzusehen, herumschnüffelnde Regierungen zu umgehen oder um Ihre Privatsphäre vor Ihrem Internetservice-Anbieter zu schützen.

Private Internet Access (PIA) übertrifft andere VPN-Services durch die exzellente Performance mit niedrigem Abonnementpreis und eines der größten Netzwerke an Verbindungspunkten auf dem Markt.

Der Sitz des Service in den USA bedeutet allerdings, dass PIA der Gesetzgebung der amerikanischen Behörden unterliegt. Trotzdem werden keine Benutzersitzungen aufgezeichnet und Sie können das Angebot vollkommen anonym einrichten und bezahlen. Machen Sie sich Sorgen um das FBI, dann können Sie auch den kanadischen Service Windscribe testen, der etwas mehr als PIA kostet, aber nahezu genauso flexibel und schnell ist.

Weltweit existieren mehr als 3.000 PIA Server in über 30 Ländern und mehr als 40 Städten, was die meisten anderen VPN-Angebote bei weitem übertrifft. Die Chancen stehen daher gut, dass PIA Ihnen einen Verbindungspunkt in der Nähe Ihres jetzigen oder zukünftigen Aufenthaltsortes anbieten kann.

Zu beachten ist allerdings, dass Sie zum Einloggen nicht Ihren eigenen Namen verwenden können. PIA nutzt eine Reihe von zufällig generierten Buchstaben und Zahlen, die Ihnen helfen, Ihre Online-Identität noch weiter zu schützen.

Kosten und Angebot

PIA bietet Ihnen einen monatlichen Serviceplan für 6,95$ sowie ein Jahresabo für 39,95$ (3,33$ pro Monat) an, wobei es sich um den günstigsten der sieben bewerteten VPN-Services handelt. Stocken Sie auf einen Zweijahresplan auf, dann fällt der Preis sogar auf nur 2,91$ pro Monat.

Das PIA-Abo kann anonym mit Bitcoin, Cashu und anderen Services sowie mit großen Kreditkarten oder per PayPal bezahlt werden. Sie können sogar alte Geschenkkarten mit einem kleinen Guthaben zur Zahlung verwenden. PIA bietet Ihnen keine kostenlose Testphase an. Dafür gibt es allerdings das nächstbeste: Eine 7-tägige Geld-zurück-Garantie.

Wie die meisten VPN-Angebote können Sie mit PIA bis zu 5 VPN-Sitzungen auf verschiedenen Geräten gleichzeitig betreiben. Es ist daher ein nützlicher VPN-Anbieter für eine Familie oder ein kleines Unternehmen, das unter dem Radar bleiben will. (Mit Windscribe können Sie dagegen eine unbegrenzte Anzahl an Geräten zur gleichen Zeit verwenden.)

Kompatibilität

PIA bietet Ihnen eine Software für Windows-PCs (Windows 7 oder neuer), Macs (OS X 10.10 oder neuer) und sieben Linux Distributionen (offiziell unterstützt werden Ubuntu, Mint, Arch und Debian) an. Die Smartphone- und Tablet-Apps des Unternehmens decken iPhones und iPads (iOS 9 oder neuer) und Android-Smartphones oder Tablets (Android 4.1 oder neuer) ab.

Private Internet AccessEs gibt außerdem Erweiterungen für Chrome, Firefox und Opera Internetbrowser. Vergessen Sie allerdings nicht, dass eine VPN-Browsererweiterung nicht den Internet-Traffic von E-Mail-Klienten, Instant-Messaging-Apps, Streaming-Angeboten, Online-Spielen und anderen Browsern schützen wird.

Wollen Sie sämtliche Geräte, die mit Ihrem Home Network verbunden sind, gleichzeitig schützen, dann bietet Ihnen PIA eine umfassende Anleitung zur Verwendung des Services mit Wi-Fi Routern an, die mit DD-WRT, Tomato oder pfSense Open-Source-Software betrieben werden. (Das ist Ihnen viel zu kompliziert? Sie können außerdem vorkonfigurierte Router mit PIA von Drittanbietern kaufen.)

PIA bietet VPN-Verbindungen basierend auf PPTP, L2TP/IPSec und OpenVPN Protokollen an, von denen jede mit oder ohne PIAs Client-Software verwendet werden kann. Gleichzeitig warnt Sie PIA allerdings, dass nur OpenVPN Ihnen eine adäquate Verschlüsselung Ihrer Daten anbietet.

Windows, macOS, iOS, Android und Chrome OS unterstützen L2TP/IPsec standardmäßig ohne Client-Software. Für Windows gilt dasselbe für PPTP. Auf Chrome OS läuft OpenVPN direkt. Andere Betriebssysteme werden allerdings irgendeine Form von Client-Software (wie den kostenlosen OpenVPN Client) erfordern.

PIAs Mace Ad-Blocking Software ist bereits inbegriffen und kann Werbung und sonstige Störungen blockieren. Sollte Mace zu störend werden, dann kann es über das Konfiguratonspanel der App gesteuert werden.

Private Internet AccessMit mehr als 3.160 Servern in über 32 Ländern hat PIA ein wirklich weitreichendes Netzwerk. Diese Reichweite wird zwar von CyberGhosts Präsenz in mehr als 50 Ländern übertroffen, doch PIA steht mehr als die doppelte Anzahl an Servern zur Verfügung. Wie viele VPN-Services bietet PIA keine Server in Russland und China an – zwei Länder, die dafür bekannt sind, in lokale Internetverbindungen einzugreifen.

Funktionen und Interface

PIA hat ein hybrides Interface, das, wenn es gebraucht wird, einfach aufrufbar ist und ansonsten einfach in den Hintergrund verschiebbar ist. Auf einem PC lässt sich per Rechtsklick auf PIAs Windows Taskbar Roboter-Icon eine Verbindung aktivieren. Anschließend öffnet sich ein weiß-grünes Fenster, das nicht im Vollbild angezeigt werden kann, aber Optionen zum Einloggen, automatischen Start des Services beim Einschalten des PCs und zur Auswahl der Region, von der Sie sich verbinden wollen, enthält.

Private Internet AccessKlicken Sie auf Advanced Settings, dann verdoppelt sich die Größe des Fensters und Sie erhalten eine Reihe an Auswahlmöglichkeiten, um PIA individuell einzustellen. Sie können außerdem den „Kill Switch“ aktivieren, um bei Deaktivierung der VPN-Sitzung jeglichen Internet-Traffic abzuschalten; Leckdetektion aktivieren, um DNS-Anfragen vorzubeugen; den Grad der Verschlüsselung einstellen; zwischen UDP- und TCP-Verbindungen wechseln und das Finetuning des Datenflusses vornehmen, indem Sie kleine Pakete verwenden. Insgesamt bietet Ihnen PIA sehr viele Freiheiten zur Feineinstellung und sorgt gleichzeitig dafür, dass Sie rundum sicher sind.

Private Internet Access

Auf einem Mac befindet sich das PIA Icon in der Menüleiste und Sie können es verwenden, um eine verschlüsselte Sitzung zu öffnen oder zu schließen. Auf einem Mac- und Windows-PC leuchtet PIAs Roboter-Icon rot, wenn der Service nicht verbunden ist und grün, wenn eine sichere VPN-Verbindung besteht.

Es gibt außerdem eine Chrome-Erweiterung, die mit Chromebooks funktioniert, was PIA zu einer guten Wahl für die Eltern von Kindern im Schulalter macht. Das PIA-Icon befindet sich oben rechts im Browser. Um ein abgespecktes Interface zum Einloggen und Start einer sicheren Sitzung zu öffnen, müssen Sie es einfach nur anklicken.

Private Internet Access

PIAs Smartphone- und Tablet-Apps bieten Ihnen weniger Optionen zur Personalisierung als die Desktop-Version. Die Android und iOS Versionen sind mit dem bekannten „Hamburger“-Menü-Icon oben links ausgestattet. Dabei können Sie die Port-Weiterleitung sowie den Kill Switch konfigurieren.

Mit den Smartphone/Tablet-Apps müssen Sie zur Auswahl des Landes, von dem Sie sich mit dem Internet verbinden wollen, lediglich einen Prozess aus zwei Schritten durchführen. Nachdem Sie die Regionsauswahl angeklickt haben, müssen sie sich dabei einfach für die Flagge des bevorzugten Landes entscheiden. Für jeden aktiven Server ist die aktuelle Latenz aufgelistet, die Ihnen verrät, welche Verbindung die schnellste ist.

Privatsphäre-Schutz

PIA wird automatisch mit einer 128-Bit AES Verschlüsselung eingerichtet, die in nur wenigen Sekunden auf 256-AES-Verschüsselung aufgestockt werden kann. Die Authentifizierung kann durch SHA-1 und SHA-256 Verschlüsselung geschützt werden und Verbindungen zwischen den Servern und den Geräten der Kunden werden mit RSA-2048 Public Key Verschlüsselung eingerichtet. Erfordern Sie einen besonders starken Schutz, dann kann diese auch auf RSA-4096 aufgestockt werden. Kein anderer VPN, der von uns getestet wurde, ermöglicht eine derartig starke Personalisierung.

Private Internet AccessUm sich bei PIA anzumelden, benötigen Sie eine gültige E-Mail-Adresse. Ein Name wird allerdings nicht angegeben, denn das Unternehmen teilt Ihnen einen Benutzernamen aus acht Zeichen zu, der für zusätzliche Anonymität sorgt.

Die Zahlung kann mit Hilfe verschiedener anonymer Methoden, inklusive Bitcoin, Cashu, Zcash, OKPay, Paymentwall und geschützter Zahlungsmethoden vorgenommen werden. Sie können außerdem traditionell per Kreditkarte, PayPal, Mint, AmazonPay oder mit Hilfe des verbleibenden Guthabens von Geschenkkarten des letzten Jahres zahlen.

PIA, das in Denver sitzt und dem Unternehmen London Trust Media gehört, gibt an, keine Aufzeichnungen der Benutzeraktivität zu speichern. Da PIA seinen Sitz damit allerdings in den USA hat, unterliegt es der nationalen Gesetzgebung der amerikanischen Regierung.

Bis vor kurzem hat PIA auf seiner Webseite keine Führungskräfte oder sonstige Mitarbeiter angegeben. Mittlerweile werden allerdings die Vornahmen und die Initialen der Nachnamen der Führungsriege sowie die zugehörigen PGP-Schlüssel angezeigt. Mehr Informationen zu den Führungskräften sind mit Hilfe von Google nicht schwer zu finden und das Unternehmen hat außerdem eine LinkedIn Seite. Das ist sehr viel mehr Transparenz als Sie bei den meisten VPN-Services von Offshore-Unternehmen finden werden.

Die One Privacy Seite gibt PIA im allgemeinen gute Noten. Die einzige Ausnahme dabei ist der Sitz in den USA.

Zur Zeit der Erstellung dieser Rezension hat PIA bekannt gegeben, dass es plant, mit Beginn der Erweiterung des Chrome-Browsers den vollständigen Sourcecode seiner Software offenzulegen. Experten für Sicherheit und Privatsphäre werden somit PIAs Code nach Fehlern und sonstigen potenziellen Problemen durchsuchen können.

PIAs Geschwindigkeit und Verlässlichkeit

Nach dem Test einer Reihe verschiedener Server, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Geschwindigkeit je nach Server und Tageszeit leicht variieren kann – ein Problem, von dem ich vermute, dass es mit der Serverauslastung verbunden sein könnte.

Leider bietet PIA keine Server-Status-Seite mit Echtzeit-Informationen zur Bandbreite (wie diese hier) an. Es gibt daher keine Möglichkeit, die Echtzeit-Bandbreite einzusehen oder sicher zu erfahren, was der Grund für die Geschwindigkeits-/Verbindungsprobleme ist.

Insgesamt bietet Private Internet Access eine akzeptable Geschwindigkeit an. Sie ist also weder schlecht, noch wirklich herausragend.

Eine Option mit vergleichbarem (also günstigem) Preis, die sich hier etwas besser schlägt, ist VPN.ac

Benutzerfeedback – Das Feedback, das ich von PIA-Benutzern zur Geschwindigkeit erhalten habe, ist ebenfalls gemischt. Während einige damit zufrieden sind, geben viele andere Benutzer an, dass sich die Geschwindigkeit von PIA im letzten Jahr stark reduziert hat, da der Service seitdem mehr Kunden hat und nicht genug getan wurde, um die Netzwerkkapazität auszubauen.

Setup und Kundenservice

Das einzige Problem, auf das wir beim Einrichten von PIAs Windows Interface gestoßen sind, ist, dass der integrierte Windows Defender vor der Installation der Software warnt. Nachdem wir das 62MB Installationspaket zugelassen haben, hat allerdings alles automatisch geladen.

Private Internet AccessWir haben ein PIA-Konto eingerichtet, wobei es – wie oben bereits erwähnt – nicht möglich ist, den eigenen Namen oder eine E-Mail-Adresse als Benutzernamen zu verwenden. Stattdessen generiert PIA eine zufällige, kryptische (und auch schwer merkbare) Reihe an Buchstaben und Zahlen.

Während Sie das Passwort jederzeit ändern können, kann der Benutzername nicht verändert werden. Das ist leider sehr unpraktisch, sorgt allerdings für zusätzliche Anonymität.

Alles in allem hat die Installation etwas mehr als 3 Minuten in Anspruch genommen, bis der Vorgang war und ich sicher online gehen konnte.

PIA bietet technologische Unterstützung wie FAQs und Tipps bei häufigen Problemen an. Sämtlicher personalisierter Support erfolgt per E-Mail, wobei PIA eine Antwort auf Ihre Fragen innerhalb von 6 Stunden verspricht.

Dieser Prozess hat, als ich PIAs Kundenservice-Mitarbeitern eine allgemeine Frage geschickt habe, gut funktioniert. Andere VPN-Services bieten allerdings Online-Chats an, mit denen Probleme noch schneller gelöst werden können.

Fazit

Sie suchen nach einer Möglichkeit, um anonym und privat online zu gehen, die gleichzeitig möglichst günstig ist? Private Internet Access bietet Ihnen nicht nur eine gute Auswahl an weltweiten Servern, sondern auch eine ungeschlagene Performance unter den 14 2017 und 2018 von uns getesteten VPN-Services – in Hinsicht auf die Verbindungszeit und Netzwerklatenz, bis hin zur Download- und Upload-Geschwindigkeit. Hinzu kommt, dass es der günstigste von uns getestete Service mit nur halb so hohen jährlichen Kosten wie für vergleichbare Anbieter war.

Da sich das Unternehmen in den USA befindet, unterliegt PIA der amerikanischen Gesetzgebung. Benutzeraktivitäten werden allerdings nicht gespeichert. Obwohl Sie eine etwas störende Reihe an Buchstaben und Zahlen als Benutzernamen verwenden müssen, bietet Ihnen PIA eine exzellente Sicherheit und eine große Auswahl an Optionen, um den Service an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Insgesamt handelt es sich bei PIA um den besten VPN-Service mit Top-Performance, Servern überall dort, wo sie gebraucht werden und einem sehr attraktiven Preis.

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