NordVPN Test

Einfach zu nutzendes VPN mit einigen ungewöhnlichen Extras

Pro

  • 60 Server-Orte
  • Gute Leistung
  • Onion über VPN
  • 30 Tage Geld-zurück Garantie

Kontra

  • Interface-Probleme mit dem Windows Client
  • Not-Aus ist App basiert, nicht systemweit

NordVPN ist ein in Panama registrierter Service, der VPN Produkte für über eine Million Kunden anbietet.

Das Unternehmen verkauft sich selbst über seine Features, und es ist leicht zu sehen warum. Dieses VPN bietet über 4.050 Server an über 60 Orten, Unterstützung für sechs gleichzeitige Verbindungen, außerdem ist es P2P-freundlich. Du bekommst außerdem Apps für Windows, Mac, iOS und Android, Not-Aus, DNS blocking, Onion Unterstützung für extra Sicherheit, doppelte Datenverschlüsselung und Support rund um die Uhr, falls etwas schiefgeht.

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Die Preise sind ziemlich gerechtfertigt für diese vielen Funktionen. Der Jahresplan kostet effektiv 5,75 $ im Monat, es gibt eine 6-Monate Option für 7 $ pro Monat und die 1-Monats Option kostet ganze 11,95 $.

Wenn du dich umsiehst, wirst du noch andere Möglichkeiten finden. NordVPN bietet einen Test für 3 Tage, auch wenn das Unternehmen dies nicht auf der Startseite der Homepage angibt. Wir haben nur herausgefunden, dass es ihn gibt, als wir eine Erwähnung irgendwo in den FAQ gefunden haben.

Welche Option du auch immer aussuchst, die großzügige 30-Tage ‚problemlose 100 % Geld-zurück Garantie‘ des Unternehmens gibt dir jede Menge Zeit, alles auszuprobieren, bevor du tatsächlich kaufst, und weist darauf hin, dass NordVPN sicher ist, dass du nicht enttäuscht sein wirst. Wenn man dann noch den kostenlosen Test mit einrechnet, sieht das alles gut aus für uns.

NordVPN

Privatsphäre

Die Webseite von NordVPN sagt aus, dass das Unternehmen einer „strikten no-Log Politik“ folgt, und zeigt folgenden Text: „Wir verfolgen nicht nach, wann unsere Nutzer online gehen, mit welchen Servern sie sich verbinden, welche Webseiten sie besuchen oder welche Dateien sie herunterladen.“

Wir konnten keine versteckten Fallen in den Datenschutzbedingungen von NordVPN finden. Das Unternehmen fragt nach deiner E-Mail-Adresse, wenn du dich registrierst, nutzt Google Analytics auf seiner Webseite und benutzt Cookies, um Nutzer die von Partnerunternehmen empfohlen wurden zu identifizieren. Nichts davon ist ideal, aber es sind winzige Probleme, die vergleichbar mit denen anderer Anbieter sind.

Etwas positives ist, dass das Unternehmen ganz klar seine Politik zu Kundenservice und Support-Anfragen festlegt, inklusive Live-Chat. Logs werden für 6 Monate als Referenz behalten, können aber auf Anfrage früher gelöscht werden.

Wir haben den Rest des Vertrags überprüft und waren überrascht davon, wie fair und vernünftig er aussah. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten versteckt NordVPN nicht irgendwelche Einschränkungen im Kleingedruckten zwischen 5.000 Worten von dicht gepackten juristischen Floskeln. Statt dessen ist er einfach, klar verständlich und geradlinig.

Das Dokument hatte mehr Einträge als üblich in der Liste der Dinge, die du nicht tun darfst, wenn du den Service nutzt – das Unternehmen warnt davor, dass jeder, der Kidnapping, Vergewaltigung oder Mord begeht, ebenso wie das übliche Hacken/Spammen/Phishing, seinen Account gelöscht bekommt, was gut zu wissen ist – aber ansonsten war die einzige Überraschung zum Vorteil des Kunden: „NordVPN garantiert, dass die Server 99,9% der Zeit verfügbar sind.“

Wir wissen nicht, ob dies dem Unternehmen gelingt, oder was passiert wenn nicht, aber wir mögen den Selbstanspruch – die meisten VPNs machen überhaupt keine Versprechen hierzu.

Privatsphäre

Leistung

Sich für den Test von NordVPN zu registrieren ist einfacher, als man denken würde. Du brauchst keine Kreditkarten-Daten, gib einfach deine E-Mail-Adresse ein und lade einen Client herunter – Windows, Mac, iOS, Android und eine Chrome-Erweiterung stehen zur Auswahl – und du solltest es innerhalb von Sekunden installiert haben.

Der Windows Client von NordVPN kann ein Symbol zu deiner Symbolleiste hinzufügen, sowie ein paar weitere Prozesse, die leicht überdurchschnittliche 80 – 90 MB RAM brauchen. Dies kann auf 10 – 15 MB heruntergehen, wenn du den Client schließt, wenn er nicht benutzt wird, allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass es die meisten Nutzer irgendwie einschränkt.

Während die meisten VPN Clients winzige Fenster mit einer einfachen Liste von Städten sind, bietet NordVPN eher das Aussehen eines richtigen Windows-Programms. Das erste Fenster zeigt zum Beispiel alle Orte auf einer zoom-baren Weltkarte und kann in der Größe verändert oder maximiert werden für die bestmögliche Ansicht.

Auch wenn es gut aussieht, ist es nicht unbedingt praktisch. Um einen Server in Mitteleuropa zu erreichen, musst du den Client starten, eventuell die Größe des Fensters ändern, dann das Mausrad benutzen um heranzuzoomen, während du klickst und ziehst, um die richtige Gegend in die Mitte der Karte zu bekommen. Auf der Karte sind keine Ländernamen, deshalb musst du mit der Maus über die einzelnen Server-Symbole gehen, um herauszufinden, welche sie sind. Dann endlich kannst du auf das Symbol klicken, das zu diesem Ort verbindet und deine neue IP Adresse anzeigt.

NordVPN hat auch einen Verbindungs-Wizard für neue Nutzer. Sag dem Client was deine Prioritäten sind – Streamen, P2P, Sicherheit, Anonymität – und er sucht einen idealen Ort für dich aus. Das hat funktioniert, war aber nicht gut eingebunden. Wenn du nicht die erste Anfrage ihn zu benutzen akzeptierst, kannst du ihn nicht mehr aus dem Menü starten. Wenn du den Wizard startest, erscheint er als Overlay über der Karte und kann nicht abgeschaltet werden.

Wir bevorzugen den Reiter Server von NordVPN, der eine konventionellere, listen-basierte Herangehensweise nutzt. Du kannst ein Land auswählen, einen bestimmten Server aussuchen, oder Server nach Entfernung, Auslastung und Diensten (P2P, Onion über VPN und mehr) sortieren. Es gibt eine Favoriten-Liste für alle deine regelmäßig genutzten Server, und ein Rechtsklick auf das Symbol in der Symbolleiste gibt dir eine „Schnell Verbinden“ Option, die dich mit dem zuletzt genutzten Server verbindet. Dies sieht gut aus und funktioniert, und es ist eine der besseren Bedienoberflächen, die wir bei VPNs gesehen haben.

Die neueste Version des Clients enthält ‚CyberSec‘ von NordVPN, was nichts weiter ist als ein Filter zum Blocken von Werbung, bekannter Malware und Phishing-Seiten. Es funktioniert auf einem sehr niedrigen Niveau und ist besser als gar kein Schutz, aber es gibt keine Möglichkeit, die Einstellungen zu bearbeiten. Du kannst keine Ausnahmen hinzufügen oder manuell die Blockierung einer Seite aufheben, um sie zu besuchen. Wenn CyberSec eine legitime Seite blockt, bleibt dir nichts anderes übrig, als die Funktion komplett zu deaktivieren.

Der Dialog für Einstellungen ist dagegen mehr ein Highlight, er gibt dir präzise Kontrolle darüber, wie der Service funktioniert. Du bekommst zum Beispiel nicht nur ein Kontrollkästchen ‚Mit Windows starten‘: Die App kann auch minimiert oder maximiert starten, oder sie kann sich automatisch mit einem Server deiner Wahl verbinden und Benachrichtigungen abschalten, wenn du keine benötigst.

In den erweiterten Einstellungen kann man zwischen UDP oder TCP Verbindungen wählen und deine bevorzugten DNS Server auswählen, wenn du verbunden bist.

Du kannst sogar die Bedienoberfläche anpassen. Wenn du die Karte so unpraktisch findest wie wir, schalte sie mit einem Klick aus und der Client wird in Zukunft mit der ausgezeichneten Serverliste starten.

Wenn es einen Nachteil gibt, ist es das Not-Aus, das sicherstellt, dass Apps deine Identität nicht weitergeben, indem sie das Internet weiter nutzen, nachdem die VPN Verbindung zusammenbricht.

Die meisten VPNs haben ein Not-Aus das systemweit funktioniert, indem es die Internetverbindung kappt, was garantiert alles blockt.

Das Not-Aus bei NordVPN funktioniert, indem es die Apps schließt, die du festgelegt hast: Browser, Torrent-Clients, was auch immer du magst. Das ist umständlicher, da es von dir verlangt, dass du eine Liste anlegst und diese immer aktuell hältst. Es kann auch andere Probleme verursachen, da ein zwangsweises Schließen von Apps dazu führen kann, das du Daten verlierst.

Insgesamt gesehen braucht der Windows Client von NordVPN noch ein bisschen Arbeit, aber wir mögen die Server-Auswahl und die Einstellmöglichkeiten, und im Großen und Ganzen ist es ein gutaussehendes Angebot.

Die Leistung ist fast beeindruckend. In unseren Tests* erreichten kurze UK zu UK Verbindungen 33 MBit/s (Ich bin in Großbritannien), wir hatten 15 bis 30 MBit/s nach Frankreich, Deutschland und Spanien, und 18 bis 29 MBit/s in die USA. Wir mussten sehr lange Verbindungen auswählen um irgendwelche Probleme zu haben, wobei einige extrem weit entfernte Server Problem hatten, sich überhaupt zu verbinden, aber die Server in Hongkong und Australien schafften immer noch einigermaßen annehmbare 5 MBit/s.

Noch wichtiger, NordVPN hat sein Versprechen eingehalten mit Servern an den Orten, wo man sie erwartet, und DNS sowie WebRTC Leaks wurden automatisch geblockt.

Fazit

Ein ansprechendes VPN, das schnell und (meist) nutzerfreundlich ist. Es hat ein wenig enttäuscht durch das Gefühl, dass Teile des Windows Client sich unfertig anfühlten, und die neue, unspezifischeren Datenschutzbedingungen, aber die Geschwindigkeit und praktischen Server-Auswahl haben uns dann doch für sich gewonnen.

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